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21.01.22

Warum Du Speiseeis nicht in Schnee lagern solltest

Eis in der Waffel

Kann man Speiseeis im Schnee lagern?

Die schnelle Antwort lautet: Selbstverständlich kannst Du Speiseeis in Schnee lagern. Ob das Eis dabei tatsächlich gekühlt wird, hängt jedoch von der Temperatur des Schnees ab. Diese wiederum wird von der Umgebungstemperatur bestimmt.

Nehmen wir an, Du befindest Dich bei −30 °C in Norwegen. Dann bleibt das Speiseeis im Schnee lange tiefgekühlt. An einem späten Wintertag in Deutschland, an dem die Sonne den Schnee bereits schmelzen lässt, sieht es anders aus: Der Schnee dürfte dann nur wenig kälter als 0 °C sein.

Jetzt wird es spannend: Speiseeis aus dem Tiefkühlregal ist etwa −18 °C kalt. In der Eisvitrine einer Eisdiele wird es – abhängig von der Rezeptur – meist bei ungefähr −12 bis −14 °C gelagert und bleibt bei dieser Temperatur portionierbar.

Speiseeis hat aufgrund seiner unterschiedlichen Bestandteile keinen einzelnen, klar definierten Schmelzpunkt. Mit steigender Temperatur wird es zunehmend weicher; bei etwa −6 °C ist es je nach Rezeptur bereits sehr weich und beginnt deutlich zu schmelzen. Das ist immer noch kälter, als es in Deutschland an den meisten Wintertagen ist.

Das Speiseeis im Schnee wird daher zwar langsamer weich, als wenn Du es einfach in der Hand hältst. Ist der Schnee aber wärmer als das Speiseeis, kühlt eher das Speiseeis den Schnee als umgekehrt.

Der Grund: Zwei Objekte mit unterschiedlichen Temperaturen nehmen so lange Wärme auf beziehungsweise geben sie ab, bis sich ihre Temperaturen einander angenähert haben. Dieses Prinzip beschreibt die Richmannsche Mischungsregel.

Bei −30 °C wären −13 oder −18 °C im Vergleich zur Umgebung noch ziemlich „warm“. Der Schnee würde einen Teil dieser Wärme aufnehmen und das Speiseeis würde kälter und sehr hart werden.

Im vergleichsweise „warmen“ Schnee eines deutschen Wintertags läuft der Vorgang in die andere Richtung: Das Speiseeis nimmt Wärme aus dem Schnee auf und seine Temperatur steigt. Dadurch wird es zunehmend weich und schmilzt schließlich.

Es kommt also auf die Umgebungstemperatur an, ob sich Eis im Schnee lagern lässt. Steht eine Tiefkühltruhe zur Verfügung, ist sie immer die bessere Lösung. Gibt es keine Tiefkühlmöglichkeit, ist Schnee zwar besser, als das Speiseeis in der Hand zu halten – eine ausreichend kalte Tiefkühlung ersetzt er meistens nicht.

Die klare Antwort: Bei konstant −18 °C oder kälter kannst Du gut verpacktes Speiseeis draußen beziehungsweise im Schnee tiefgekühlt halten. Ist es wärmer, verzögert der Schnee lediglich das Weichwerden, kann es aber nicht verhindern.

Kein Schnee nötig.

Unsere Eisboxen kommen tiefgekühlt bei Dir an. Du musst die einzelnen 120-ml-Portionen nach der Lieferung nur noch ins Gefrierfach stellen – oder direkt Platz für den ersten Becher machen.

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Falls Du Fragen zu Speiseeis hast, wende Dich gerne an uns. Wir versuchen sie zu beantworten, wenn wir gerade einmal nicht an unserem Eis tüfteln.

Euer Team von Spoonful Berlin